Die „Marburg Open 2010“ – in diesem Jahr erstmals als ATP-Challenger-Turnier – ausgetragen waren ein voller Erfolg: das Publikum war begeistert von den erstklassigen Tennismatches und die Spieler zeigten sich äußerst zufrieden mit der Organisation des Tennisvereins Marburg. Als Sieger ging der 27-jährige Simone Vagnozzi aus Italien hervor.
Im Jahr 2009 waren die „Marburg Open“ noch als ITF-Herren-Weltranglistenturnier ausgetragen worden, doch die Auszeichnung als bestes internationales Turnier Deutschlands in dieser Kategorie, motivierte den TV Marburg, die sportliche Veranstaltung in seiner Wertigkeit zu steigern. Und so kam es dann auch: Die „Marburg Open 2010“ wurden vom 18. bis 27. Juni als ATP-Challenger-Turnier ausgetragen.
Während in 2009 der Sieger des Turniers „nur“ 35 Weltranglistenpunkte erringen konnte, waren es in diesem Jahr bereits 80. Dies lockte Tennisspieler von Weltklasse an. Bereits im Qualifikationsfeld lag der Cut höher als im Hauptfeld von 2009. Gespielt wurde im Einzel mit einem 32er-Qualifikations- und einem 32er-Hauptfeld. Überdies wurde eine Doppelkonkurrenz ausgetragen.
Mit den besten ATP-Rankings (Stand 21. Juni 2010) starteten der Slowene Grega Zemlja (112.), der Kasache Mikhail Kukushkin (114.) und der Spanier Albert Ramos-Vinolas (140.) ins Turnier. Doch die Favoriten im Einzel mussten bereits im Achtelfinale das Handtuch werfen: Zemlja scheiterte an dem Bulgaren Grigor Dimitrov, Ramos Vinolas an dem Italiener Simone Vagnozzi, der als Sieger der „Marburg Open 2010 hervorgehen sollte, und Kukushkin am Spanier Daniel Munoz-De La Nava.
Als Durchstarter präsentierte sich der erst 19-jährige Grigor Dimitrov, Schützling von Tennislegende Peter McNamara. Er wurde nach seinen fantastischen Qualifikationsspielen und seinem überraschenden Erfolg gegen Grega Zemlja bereits als Geheimfavorit gehandelt. Doch musste er sich im Halbfinale dem trick- und variantenreichen Spiel von Simone Vagnozzi beugen. Der 27-jhrige Italiener aber ist sicher: „Da war das letzte Mal, dass ich gegen ihn gewonnen habe.“ Bereits im Match zollte er dem „Shooting Star“ mit Applaus seinen Respekt.
Die Zuschauer erlebten ein spannendes Finale zwischen Vagnozzi und dem 27-jährigen Ivo Minar aus Tschechien freuen (Foto: BROWA). Nach dem ersten Satz (2:6) sah es znächst nach einem schnellen Sieg des Tschechen aus, doch Vagnozzi bewies Nervenstärke und machte den zweiten Satz mit 6:3 für sich klar. Knapp endete der dritte Satz mit 7:5 für den Italiener. Bei der anschließenden Siegerehrung, wurde Simone Vagnozzi gleichzeitig als 1. internationaler hessischer Meister der Herren geehrt.
Für den Italiener war es der erste Sieg eines ATP-Challenger-Turniers.
Im Doppel-Finale siegte das deutsche Team Matthias Bachinger und Denis Gremelmayr mit 6:4 und 6:4 gegen den Spanier Guillermo Olaso und den Slowenen Grega Zemlja.
Die Teilnehmer und Offiziellen zeigten sich äußerst zufrieden mit der Organisation des Turniers. Obgleich die „Marburg Open 2010“ in ihrer Wertigkeit höher als zuvor angesiedelt waren, gelang es den Veranstaltern, die bei Spielern und Zuschauern beliebte familiäre Atmosphäre aufrecht zu halten. Ein Grund dafür dürfte sein, dass die Veranstaltung allein durch ehrenamtliches Engagement getragen wird. Zahlreiche Spieler kündigten ihr Wiederkommen an – sollte der Tennisverein die „Marburg Open 2011“ erneut als ATP-Challenger-Turnier austragen.
Oberbürgermeister Egon Vaupel, Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer, die Vizepräsidentin Jugend des Hessischen Tennisverbandes Uta Tschepe, als Vertreter des Deutschen Tennisbundes Patrick Kühnen, der Vorsitzende des Tenniskreises Marburg Hans-Jürgen Schneider, der ATP Supervisor Hans-Jürgen Ochs, die Sponsorenvertreter Karin und Peter Ahrens, Ulrich Mücke (Kaufhaus Ahrens AG), Rolf Zährl (Direktor Sparkasse Marburg Biedenkopf), der Vorsitzende des TV 1965 Marburg Wolfgang Törner und Turnierdirektor Peter Zimmermann nahmen die Ehrungen vor und waren sich einig, die Marburg Open 2010 waren ein Tennisleckerbissen der besonderen Art und sollten fester Bestandteil des ATP-Challenger-Kalenders werden.
Wir bedanken uns beim Deutschen Tennisbund, beim Hessischen Verband und beim Tenniskreis Marburg für die hervorragende Unterstützung beim ATP-Challenger-Turnier.