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04.11.2016

Das Niveau der Spieler steigt spürbar an

 

War es das beste Feld, das jemals bei den Marburg Open gespielt hat? Die Frage stellte sich für Turnierdirektor Heiko Hampl nicht mehr nach Beendigung des Turniers. „Wir haben vom ersten Tag der Qualifikation bis zum Finale fantastisches Tennis gesehen, auch im Doppel. Das Niveau der Spieler ist gerade an den Positionen 200 – 350 enorm gestiegen, so dass es nicht verwundert, dass mit Yannik Reuter ein Qualifikant im Halbfinale stand und Jan Satral als Nummer 272 der Weltrangliste das Turnier gewinnt, obwohl seine Saison eher durchwachsen verlief. Diese Dichte der Spielstärke gibt mir das gute Gefühl nicht von bestimmten Namen oder Weltranglistenpositionen abhängig zu sein. Die Zuschauer wollen einfach guten Sport sehen, da sind die Namen zweitrangig“. Tatsächlich schafften es mit Nicolas Kicker und Daniel Brands nur zwei gesetzte Spieler bis in das Viertelfinale. Das Ausbildungsniveau ist gestiegen und sorgt in der Breite für qualitativ bessere Matches. „Vor Jahren wäre ein Sieg einer Nummer 300 gegen die 120 eine sehr große Überraschung gewesen, heute kommen solche Erfolge doch viel häufiger vor, was den Zuschauern naturgemäß gefällt“.

Die Veranstaltung war wieder bestens besucht, der Halbfinal Freitag war ausverkauft und beim Finale blieben nur wenige Plätze leer „Der Samstag ist sicher nicht der ideale Endspieltag im Vergleich zum Sonntag, aber ein Tag weniger Arbeit für alle und die Möglichkeit noch ausweichen zu können sind schlagkräftige Argumente. Wir haben einen guten Mix aus Freikartenaktionen und normalem Verkauf gefunden, den wir weiter ausbauen werden. Nächste Saison haben wir dann auch mal die schöne Situation dass unser Endspielwochenende wohl nicht an einem Ligaspieltag stattfindet.“

Der Verlierer des Finales, der Argentinier Marco Trungelitti, sah gar nicht so traurig aus. Vielleicht lag es an den unzähligen doppio Espresso, die er im Casa del Tennis genoss und in seiner Rede lobend erwähnte. Vielleicht war es aber auch das Ambiente des Turniers und die Leidenschaft, mit der sich die Helfer einbringen. Zu den Ballkindern sagte Trungelitti mit einem Lächeln „Ihr seid gelaufen wie die Tiere, habt eine großartigen Job gemacht“. Dem pflichtete der Sieger der Marburg Open, der Tscheche Jan Satral, gerne bei und ergänzte „Ich kann es noch gar nicht recht glauben mein erstes ATP Challenger gewonnen zu haben. Ich hatte so eine schwache Saison bisher, aber schon im letzten Jahr hier sehr gut gespielt. Ich fühle mich sehr wohl in Marburg und hoffe, dass es nun weiter bergauf geht“. Der Endspielsieg bedeutete neben den 90 Punkten für die Weltrangliste auch gleichzeitig den Gewinn der internationalen hessischen Meisterschaften.

Eine ganz besondere Auszeichnung durfte Heiko Hampl in Empfang nehmen, als ihm der Oberbürgermeister der Universitätsstadt Marburg, Dr. Thomas Spies, das historische Stadtsiegel überreichte. „Ich nehme die Auszeichnung gerne im Namen aller Helfer und Förderer an ohne die dieses Event gar nicht vorstellbar wäre. Die Ehrung soll als Motivation für die kommenden Jahre dienen.“

Die Marburg Open finden dann vom 1. – 8. Juli 2017 statt.




08.06.2016

Marburg Open erwarten bestes Teilnehmerfeld seit Bestehen

Es wird heiß hergehen auf der Anlage des  TV 1965 Marburg, wenn der Sieger der Marburg Open 2016 ausgespielt wird. Das Preisgeld ist gleich geblieben mit 42.500 plus Hospitality, doch die Teilnehmer werden das stärkste je dagewesene Feld bilden. Turnierdirektor Heiko Hampl ist naturgemäß sehr erfreut über die Entwicklung und sagt: „Wir hatten dieses Jahr den Vorteil das Padua zurückgezogen hat und wir damit das einzige ATP Turnier in der ersten Woche von Wimbledon sind. Das Feld ist Extraklasse, selbst wenn sich noch vier bis sechs Spieler für Wimbledon qualifizieren sollten.“ Der Cut für das Hauptfeld liegt aktuell bei 174 der Weltrangliste, letztes Jahr bei 243. Doch ist es nicht nur der Umstand, dass man heuer kein Konkurrenzturnier hat, sondern auch die Beliebtheit der Marburg Open bei Spielern und Trainern. „Unser Helferteam ist fantastisch. Vor allem die Mitglieder des TV Marburg, TC Marburg, TC Wetter und TV Cappel  bilden die Säulen. Eine Woche tollen Sport erleben und gleichzeitig die Seele baumeln lassen, ist eine reizvolle Kombination, die dafür sorgt, dass Jahr für Jahr mehr Besucher kommen und der Ruf des Turniers immer besser wird.“


Die am heißesten gehandelten Teilnehmer stellen wir nun vor. Die Meldeliste wird angeführt von dem Georgier Nikoloz Basilashvili, der vor 3 Wochen das Challenger in Heilbronn gewann und aktuell Nummer 101 im ATP Ranking verkörpert. Der Slowake Andrej Martin (ATP 110) hat bei den French Open samt Qualifikation 5 Matches gewonnen, unter anderem gegen Lucas Pouille (ATP 31). Drei Siege in der Qualifikation und zwei im Hauptfeld machen ihn zu einem der 32 besten Sandplatzspieler der Welt. Der 26jährige Argentinier Marco Trungelliti (ATP 151)  befindet sich in absoluter Topform und bezwang in Paris die Nummer zehn der Welt, den US Open Gewinner Marin Cilic. Die Argentinier bilden die stärkste Fraktion, denn neben Trungelliti werden noch Carlos Berlocq (ATP 124), Nicolas Kicker (ATP 163) und Renzo Olivo (ATP 152) in Marburg aufschlagen. Der Österreicher Dominic Thiem ist zurzeit in aller Munde. Der zweitbeste Spieler aus dem Nachbarstaat heißt Gerald Melzer, dessen Bruder Jürgen immerhin Platz 6 im ATP Ranking inne hatte. Gerald ziert Platz 122, doch im ATP Race to London, das nur die Punkte der aktuellen Saison ausweist, finden man ihn an Position 64. Deutsche Spieler sind natürlich auch am Start mit Tobias Kamke (ATP 141), Daniel Brands (ATP 132) und Mischa Zverev (ATP 136). Ein absolutes Sahnehäubchen könnte noch anstehen. Der Grünberger Julian Lenz erhält zum sechsten Mal eine Wildcard und beginnt mit den Marburg Open seine Profikarriere nach abgeschlossenem Studium in den USA. „Das ist der Moment auf den ich 4 Jahre gewartet habe. Ein abgeschlossenes Studium zu haben, macht das Spielen wesentlich leichter in meinen Augen, da immer ein Plan B existiert“ so der mehrfache Hessenmeister.


Auf zwei Heißsporne darf man besonders gespannt erwarten. Die russischen Youngster Andrey Rublev (ATP 190) und Daniil Medvedev (ATP 256). Hampl sagt über Medvedev „Daniil hat bei meinem Future in Ismaning letzten Herbst mitgespielt und sein Strafgeld war wesentlich höher als das Preisgeld für die Halbfinalteilnahme. Er agiert absolut unorthodox, serviert ersten und zweiten Aufschlag gerne über 200 KMH und gilt nicht unbedingt als Sympathieträger auf der Tour. Da sind Emotionen vorprogrammiert“

 

Acceptance List:

Arguello, Facundo ARG 173

Basilashvili, Nikoloz GEO 101

Berlocq, Carlos ARG 124

Bolelli, Simone ITA 133

Brands, Daniel GER 132

Carballes Baena, Roberto ESP 111

Munoz de la Nava, Daniel ESP 102

Darcis, Steve BEL 145

de Bakker, Thiemo NED 126

Gimeno-Traver, Daniel ESP 171

Kamke, Tobias GER 141
Kovalik, Jozef SVK 134
Martin, Andrej SVK 110
Melzer, Gerald AUT 122
Monteiro, Thiago BRA 138
Nedovyesov, Aleksandr KAZ 165
Olivo, Renzo ARG 152
Trungelliti, Marco ARG 151
Zhang, Ze CHN 174
Zverev, Mischa GER 136




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