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12.05.2018

Wer folgt auf Filip Krajinovic?

Die Marburg Open werden zum neunten Mal als ATP Challenger vom 30. Juni bis 07. Juli auf der Anlage des TV 1965 Marburg ausgetragen. Das Endspiel des Jahres 2017 zwischen dem Serben Filip Krajinovic und Cedric-Marcel Stebe war etwas besonderes. Selten hat ein Finale besser demonstriert, warum die Challenger eine so hohe Bedeutung im Welttennis einnehmen. Auf der einen Seite hat man den Sieger der Marburg Open, Filip Krajinovic, der als Nummer 187 der ATP Weltrangliste nach Marburg kam und ein viertel Jahr später im Palais Omnisports von Paris vor fast 15.000 Zuschauern ein berauschendes Finale gegen Jack Sock (ATP 9) nur hauchdünn verlor und sich damit auf Rang 33 vorarbeitete. Auf der anderen Seite der sympathische Stebe, der nach unendlich vielen Verletzungen wieder beschwerdefrei spielen konnte. Er begann das Jahr 2017 an 471 und beendete es an Position 78.
Wer zu den Marburg Open kommt, sieht also immer Weltklasse Tennis und doch lässt sich vor dem Turnier nie der Topfavorit ausmachen sagt Turnierdirektor Heiko Hampl. "Die Challenger machen immer mehr Spaß, weil die Spielstärke so nah beieinander liegt. Man sieht einen Spieler und denkt, der gewinnt das Turnier und nächst Runde fliegt er sang und klanglos raus. Ich hoffe dieser Trend hält an".
Ob der Trend auch anhält, dass die Marburg Open weiterhin im TV 1965 Marburg statfinden bzw. überhaupt noch, weiß Hampl noch nicht . "Ich spreche mit beiden großen Vereinen, um mir ein Bild zu machen, welche Perspektive einem ATP Challenger mittelfrisitg geboten wird. Ich habe noch zwei Angebote von anderen Standorten für ein neues Challenger. Durch unser zweites Turnier, die Koblenz Open, die mit knapp 11.000 Zuschauern das weltweit drittmeist besuchte Challenger der 43.000 Euro Kategorie sind, haben wir natürlich auf uns aufmerksam gemacht."
Im Ringen um ein Challenger gibt es immer mehr Städte, die Interesse zeigen, nicht zuletzt deswegen, weil die ITF Future, die Einstigesturniere in den Profizirkus, ab 2020 keine Punkte mehr vergeben dürfen für die ATP Weltrangliste und somit die Wertigkeit der Challenger zwangsläufig steigt.
"Das Ziel ist es, das Turnier in Marburg zu halten. Es hat sich im Laufe der Jahre einen sehr guten Ruf erarbeitet. Letztlich werden aber die wirtschaftlichen Vorraussetzungen entscheiden". stellt Hampl fest.
Man darf also gespannt sein, wer in Marburg in diesem Jahr aufschlägt und wo in den nächsten Jahren gespielt wird.

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