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03.06.2018

Marburg Open erwarten ein spannendes Teilnehmerfeld

Nicola Kuhn wird keine Qualifikation für Wimbledon spielen, sondern vom 30. Juni an auf der Anlage desTV 1965 Marburg aufschlagen. Das 18jährige Ausnahmetalent, das im vergangenen Jahr sensationell die mit 127.000 Euro dotierten Sparkassen Open in Braunschweig gewann, will sich voll auf die Sandplatzsaison konzentrieren. Heiko Hampl ist über diese Meldung sehr erfreut und sagt: „Das sind die Spieler, die man gerne als Turnierdirektor bei sich hat. Nico ist ein Pfundskerl. Jung, selbstbewusst und bis in die Haarspitzen motiviert reißt er das Publikum mit, weil er keinen Punkt verloren gibt. Solche Talente gibt es ja nicht jedes Jahr zu sehen“. Beleg für die Stärke auf der roten Asche ist die Finalteilnahme im Einzel in der Juniorenkonkurrenz der French Open letztes Jahr. Im Doppel holte er den Titel.
Bis zum 11. Juni ist die Meldeliste noch geöffnet, doch stehen jetzt schon interessante Namen auf ihr. Der Portugiese Pedro Sousa und der Brasilianer Thiago Monteiro bekleiden aktuell Rang 120 und 123 im ATP Ranking und sind ausgewiesene Sandplatzspezialisten. Der Argentinier Juan Ignacio Londero stand gerade im Finale des Challengers von Heilbronn und der 21jjährige Australier Marc Polmans hat schon einen Titel sowie ein Finale auf der Habenseite in 2018.
Einen Spieler hat Hampl selbst unter Vertrag. Der 23-jährige Benjamin Hassan begann im August 2017 seine Profikarriere als 1268 der Weltrangliste und hat sich inzwischen auf die 406 vorgearbeitet. „Benny bringt eine Vita mit, die natürlich alles andere als normal für einen Profi ist. Empfohlen wurde er mir für eine Wildcard in Koblenz, da war er gerade Bezirksmeister geworden. Ich dachte es sei ein Scherz bis ich ihn spielen sah. In Heilbronn hat er kürzlich Marburg Open Gewinner Inigo Cervantes geschlagen und mit Matthias Bachinger die 150 der ATP Weltrangliste besiegt. Ich bin gespannt, was er bei den Marburg Open abliefert.“
Gut möglich, dass ein alter Bekannter in Marburg aufschlägt. Dustin Brown. In der Weltrangliste ist das „Rastamann“ etwas zurückgefallen und so wird er zunächst alles daran setzen auf seinem Lieblingsbelag, dem Rasen, den Weg nach Wimbledon zu finden. Sollte ihm dies nicht gelingen, stehen die Chancen gut für ein Wiedersehen.
Viele Spieler werden erst am letzten Tag melden, denn wer hofft als sogenannter Lucky Looser noch in das Hauptfeld von Wimbledon zu gelangen, darf nicht bei einem weiteren Turnier gemeldet sein. So werden die Platzierten zwischen Rang 100 – 115 abwarten, wie realistisch ihre Chancen dafür stehen. Filip Krajinovic, der Gewinner der Marburg Open aus 2017, hat es inzwischen auf Rang 27 der Weltrangliste geschafft und wird somit weder den Titel verteidigen noch auf die oben genannte -Regelung spekulieren müssen. Mit 38,6 Millionen Euro Preisgeld übertrifft Wimbledon die Marburg Open um fast das tausendfache. Wer in der ersten Runde verliert, erhält über 40.000 Euro.
Die letzten drei Challenger in Deutschland wurden von deutschen Spielern gewonnen. In Marburg liegt ein deutscher Triumph nun schon sieben Jahre zurück. Björn Phau musste dafür schwer ackern, spielte er doch an einem Tag Halbfinale und Finale im Einzel und Doppel. Er gewann all vier Matches.
Es wird also langsam Zeit, dass ihm jemand nachfolgt.
Michaela Peters hat die Nachfolge von Heiko Hampl angetreten, was den Vorsitz des TV Marburg betrifft. Ihr Ziel ist es das Turnier zu halten: „Nächstes Jahr stünde ja ein runder Geburtstag an. 10 Jahre ATP Challenger beim TV Marburg.  Es wäre sehr schade, wenn die Marburg Open dann nicht mehr existieren würden.“

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