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30.06.2012

Copil und Zverev setzen Glanzpunkte

von Bodo Ganswindt

Wenn schon die Zuschauer schwitzen und über die Hitze stöhnen, dann kann man sich eine Vorstellung davon machen, was die Tennisspieler auf dem Court vollbringen, die stundenlang in der prallen Sonne Höchstleistungen erbringen. So gestern geschehen auf den Courts der Anlage des TV Marburg.

Um den Einzug in das Viertelfinale kämpften zunächst der Spanier Ivan Navaaro und der Rumäne Marius Copil. Doppelexperte Navorro hielt im ersten Satz nur in der Anfangsphase mit, ehe er sich dem athletisch, technisch und auch taktisch überlegenen Copil mit 3:6 beugen musste.

Im zweiten Satz forcierte der Rumäne das Tempo und trieb seinen Gegner von einer Ecke in die andere, um ihn schließlich mit perfekten Passierschlägen mattzusetzen. Auch im zweiten Durchgang machte Copil den wesentlich frischeren Eindruck. Immer wenn sein knallharter erster Aufschlag kam - und er kam fast immer -, machte er auch den Punkt. Der entnervte Navarro schrie den Frust über seine anhaltende Schwächephase heraus. Doch es half nichts. Mit 6:1 machte Copil den Sieg und den Einzug ins Viertelfinale perfekt.

Ein zähes Ringen um den Sieg erlebten die etwa 200 Zuschauer auf dem Sparkassen Court. Der Deutsche russischer Herkunft, Mischa Zverev, und der an Nummer zwei gesetzte Spanier Daniel Gimeno-Traver jagten sich unerbittlich über den Platz und schenkten sich nichts.Beim Stande vom 4:3 im ersten Satz hatte Zverev vier Breakchancen. Doch Gimeno-Traver zog nicht nur den Kopf aus der Schlinge, sondern brachte sich selbst in die Vorteilsposition, glich aus und legte gleich die 5:4-Führung vor.

Zverev wirkte nun ein wenig konsterniert, spielte unkonzentriert und musste den Satz mit 4:6 abgeben.

Ganz anders startete Zverev in den zweiten Satz. Schnell lag er 3:0 vorn, und es sah nach einem schnellen Durchgang aus. Doch der Spanier stellte seine Klasse unter Beweis, erhöhte den Druck und zwang Zverev zu Fehlern. Der haderte mit sich selbst, als es plötzlich 3:3 stand. Alles war wieder offen. Beide brachten nun jeweils ihre Aufschläge durch, sodass im Tiebreak über den Satzgewinn entschieden werden musste. Zverev schaffte früh ein Break und behielt schließlich mit 7:5 die Oberhand.

Doppelfehler zum Abschluss

Nicht minder spannend ging es im entscheidenden dritten Satz zu. Der Spanier lag bereits 4:0 vorne, als Zverev plötzlich wieder ins Match fand, während Gimeno-Traver Nerven zeigte.

Über den 4:4-Ausgleich trieben sie sich in den neuerlichen Tiebreak, der an Dramatik nicht zu überbieten war. Schließlich hatte Zverev bei Aufschlag des Spaniers Matchball. Und der beendete die Partie mit einem Doppelfehler.

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