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15.07.2012

Jan Hajek ist Champion der Marburg Open 2012

Die Marburg Open 2012 endeten nicht mit dem erhofft spannenden Finale. Der Tscheche Jan Hajek hatte es beim 6:2 und 6:2 Erfolg recht einfach gegen den diesmal indisponierten Österreicher Andreas Haider-Maurer.

Gerade hatten sich die etwa 800 Zuschauer auf den Rängen des Courts eingerichtet – einige hatten in weiser Voraussicht Regenschirme mitgebracht – da ging ein Schauer nieder, der Supervisor Ed Hardisty dazu veranlasste, den Beginn des Finales um eine halbe Stunde zu verschieben.

Ob es an dieser frühen Unterbrechung lag oder an anderen Gründen, jedenfalls fand der Österreicher Andreas Haider-Maurer nie zu seinem Rhythmus, während Jan Hajek – ohnehin einer der Turnierfavoriten – mit zunehmender Spieldauer eindeutig zum Chef auf dem Platz wurde.

Anfangs hatten beide allerdings Probleme, ihre Aufschlagspiele durchzubringen. Der zuweilen recht unbeherrschte Haider-Maurer ließ schon mal den Schläger fliegen, als er mit seiner Leistung haderte. Den eher besonnen wirkenden Hajek 
(Foto: Michael Hoffsteter) störte sich nicht daran. Er agierte allmählich immer sicherer mit seinen Grundschlägen und wartete auf die Fehler seines Gegenübers. Die kamen dann auch prompt. Mit dem Break zum 3:1 gelang Hajek die Vorentscheidung.

Beim Stand von 4:2 für Hajek musste der Österreicher unbedingt den Aufschlag des Tschechen kassieren, doch der machte den Punkt mit einem langen Ball, der von der Grundlinie wegrutschte. Haider-Maurer schrie sich seinen Frust von der Seele, aber das beflügelte sein Spiel keineswegs. Im Gegenteil: Mit einem Doppelfehler beendete er ein weiteres schwaches Aufschlagspiel und bescherte er Hajek den 6:2-Satzerfolg.

Die Geschichte des zweiten Satzes glich der des ersten. ­Hajek holte sich das erste Spiel zu Null und nahm seinem Gegner im folgenden und im vierten Spiel den Aufschlag ab. Haider-Maurer blieb die sportliche Antwort schuldig, feuerte stattdessen den Ball in die Botanik, wofür er sich eine Verwarnung einhandelte. Hajek war nun eindeutig auf der Siegerstraße, zog über 4:1 auf 5:2 davon und hatte bei Aufschlag von Haider-Maurer zunächst drei Matchbälle, ehe er mit dem vierten seinen ersten Triumph bei den Marburg Open klar machte.

Nach der Partie hatte er ein nettes Lob für seinen Widerpart und wünschte ihm für die weitere Karriere nach der ausgestandenen Verletzung alles Gute.

Er selbst schätze das Marburger Turnier: „Es ist schön hier zu spielen. Ich will gerne wiederkommen“, sagte Hajek, der für seinen Sieg einen Scheck über den Betrag von 4 300 Euro erhielt und überdies 80 Weltranglistenpunkte kassierte.
Da er allerdings die Punkte aus dem Vorjahr als Finalist verteidigen musste, wird sich an seiner Weltranglistenposition frühestens nach erfolgreichem Abschneiden beim Challenger Turnier in Braunschweig etwas ändern.

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