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22.06.2013

Die Region freut sich auf Top-Tennis

Die Marburg Open haben nicht nur im mittelhessischen Raum längst den Status eines Top-Turniers. Bis zum Sonntag, 30. Juni, messen sich Athleten, die zu den besten 200 der Welt gehören auf der Anlage des TV Marburg.


Turnierdirektor Peter Zimmermann (links) und Heiko Hampl, der Vorsitzende des TV Marburg, haben vor und während der Marburg Open alle Hände voll zu tun. Foto: Bodo Ganswindt

„Die Plätze sind in einem hervorragenden Zustand“, sagt Heiko Hampl, der Vorsitzende des ausrichtenden TV Marburg. Es werde noch etwas Rollkorn von den Oberflächen der Courts genommen, und dann könne es eigentlich auch schon losgehen.

Unter der Leitung des bewährten Turnierdirektors Peter Zimmermann und des international renommierten Supervisors Hans-Jürgen Ochs beginnt das Geschehen des ATP-Challenger-Turniers an diesem Samstag bei freiem Eintritt mit der ersten Runde der Qualifikationsspiele für die noch vier freien Plätze im 32er-Feld der Hauptrunde.

22 Plätze wurden vergeben nach dem Platz in der Weltrangliste, vier Spieler erhalten je eine Wildcard, und zwei Spieler werden aus sogenannten besonderen Gründen nominiert. Eine der Wildcards, die vom Deutschen Tennis-Bund (1), dem Hessischen Tennisverband (2)und dem gastgebenden Veranstalter (1) vergeben werden, ging an den Grünberger Julian Lenz.

Eine Wildcard für das Doppelhauptfeld haben auch der Trainer des TV Marburg, der Slowene Tadej Turk, sowie Jan Beusch und Lazar Magdincev vom TC Marburg erhalten.

Der Argensteiner Jannis Kahlke vertritt in der Qualifikationsrunde die heimischen Farben. Auch er hatte dafür eine Wildcard erhalten. Qualifikant ist auch Miloslav Mecir, der Sohn des gleichnamigen slowakischen Olympiasiegers von 1988.

Die zweite Runde der Qualifikation für das Hauptfeld beginnt am Sonntag und wird am Montag ab 12 Uhr mit dem Qualifikationsfinale abgeschlossen.

Weltranglistenhöchster der Meldeliste ist derzeit der Österreicher Andreas Haider-Maurer mit Platz 105. Er ist in Marburg kein Unbekannter, erreichte er doch im vergangenen Jahr das Finale, in dem er dem Tschechen Jan Hajek unterlag.

Aus dem Hauptfeld gestrichen werden müssen der US-Amerikaner Wayne Odesnik (113), der Pole Michal Przysieny (133), der Deutsche Jan-Lennard Struff und der Deutsch-Jamaikaner Dustin Brown. Sie alle haben eine Startberechtigung für das Rasenplatzturnier in Wimbledon erhalten.

Alle Spieler des Hauptfeldes erhalten Weltranglistenpunkte. Der Einzelsieger der Marburg Open erhält 4300 Euro und 80 Punkte, die ihm zu einem Sprung im Ranking verhelfen. Der Zweite bekommt 48 und der Drittplatzierte immerhin noch 29 Punkte. Zum Vergleich: ein Halbfinalist beim Turnier in Halle/Westfalen oder Spieler in der dritten Runde in Wimbledon erhalten ebenfalls 80 Punkte. Insofern ist das Challengerturnier in durchaus attraktiv. Dass es sich großer Beliebtheit unter den Profis erfreut, liegt unter anderem aber auch daran, dass den Sportlern in der Universitätsstadt freie Unterkunft und Verpflegung sowie ein kostenloser Transfer zu den Courts auf der Anlage des TV Marburg geboten werden.

Schließlich erhalten die Gastgeber immer wieder große Anerkennung für das von ihnen geschaffene Ambiente, in dem die Marburg Open abgewickelt werden. Neben dem rein sportlichen Part gibt es ein Rahmenprogramm, das vielen Ansprüchen gerecht wird.

Unter anderem findet an diesem Samstag ein Menü mit Patrik Kühnen, dem langjährigen Chef des deutschen Davis-Cup-Teams, statt. Überdies treffen am Sonntag ab 12 Uhr Vertreter der heimischen Politik und ab 14 Uhr Kinder aus dem Tenniskreis auf Kühnen, um sich mit ihm zu messen. All dies im Rahmen einer Charity zugunsten der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Marburg.

Die offizielle Eröffnung der Marburg Open erfolgt am Sonntag ab 11 Uhr im Rathaus der Stadt Marburg.

Am Montag beginnt um 12 Uhr das Finale der Qualifikation. Anschließend erfolgt der Auftakt der Hauptrunde. Das Spiel des Tages ist auf 18.30 Uhr angesetzt.

Das Doppel-Endspiel findet am Samstag, 29. Juni , ab 16 Uhr statt. Das Einzelfinale ist für den Sonntag, 30. Juni, 14 Uhr angesetzt.

von Bodo Ganswindt

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