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26.06.2013

Heiße Kämpfe bei kühlen Temperaturen

Seine Sache recht ordentlich machte das Marburger Doppel Lazar Magdincev (links) und Jan Beusch trotz der Niederlage gegen Gonzales/Peng.
Foto: Thorsten Richter

Am Dienstag herrschte reger Betrieb auf der Anlage des TV Marburg, als die zehn verblieben Paarungen der ersten Hauptrunde über die Bühne gingen.

Etwas besseres Wetter hätten die Athleten schon verdient. Doch alles Wehklagen nutzte nichts. Sie mussten gestern bei Wind, Regen und Kälte ran und boten einmal mehr glänzende Leistungen.

Für die Überraschung des Tages sorgte der über die Qualifikation in die Hauptrunde vorgedrungene Kroate Kristijan Mesaros, der den an Nummer vier gesetzten Deutschen Simon Greul in einer hochspannenden Partie aus dem Turnier warf.

Recht achtbar schlugen sich aus heimischer Sicht vor zahlreichen begeistert mitgehenden Zuschauern die beiden Lokalmatadoren des TC Marburg, Jan Beusch und Lazar Magdincev, die im Doppel gegen die an Nummer drei gesetzten Ruben Gonzales und Hsien-Ying Peng zwar 4:6 und 1:6 verloren, aber immerhin im ersten Satz, der mit 4:6 verloren ging, gut mithielten. „Uns fehlt einfach die Spielpraxis, deshalb fühlt man sich ständig unter Druck“, sagte Beusch nach der Partie, „doch es war schon o.k., es hätte schlimmer kommen können.“

Aus dem Einzelwettbewerb ist auch Yannick Hanfmann, der in der Qualifikation den Argensteiner Jannis Kahlke ausgeschaltet hatte.
Foto: Thorsten Richter

Aus dem Einzelwettbewerb ist auch Yannick Hanfmann, der in der Qualifikation den Argensteiner Jannis Kahlke ausgeschaltet hatte. Er unterlag nach intensiver Gegenwehr dem an zwei gesetzten Argentinier Diego Schwartzmann mit 6:2, 6:7 und 4:6.

Einen verbissenen und langen Kampf lieferten sich ebenfalls der an Nummer sieben gesetzte Slowake Andrej Martin und der Tscheche Jan Mertl. Beide schenkten sich nichts und gingen in beiden Sätzen in den Tiebreak, in dem jeweils Martin denkbar knapp das bessere Ende für sich hatte..

Im Spiel des Tages zwischen Greul und Mesaros schien zunächst alles auf einen leichten Erfolg des Kroaten hinzuweisen, zumal der Deutsche im ersten Satz völlig indisponiert wirkte, nie zu seinem Spiel fand und das mit einem 1:6 bezahlen musste.

Auch im zweiten Satz musste Greul mächtig ackern, um sein Service durchzubringen, während es seinem Gegenüber noch immer locker von der Hand ging. Doch Greul berappelte sich, setzte seinen Gegner zunehmend unter Druck, der plötzlich massive Aufschlagschwächen hatte. So ging der Satz mit 6:3 an Greul.

Im dritten Durchgang agierten die Athleten auf Augenhöhe und setzten sich gewaltig zu. Beim Stande von 6:6 mussten sie in den Tiebreak. Den dominierte von Beginn an der Kroate, der sich mit dieser Leistung zu einem der Geheimfavoriten des Turniers mauserte.

Heute erfolgt in der zweiten Runde der nächste Auftritt des an eins gesetzten Spaniers Ruben Ramirez Hidalgo. Er trifft auf den Deutschen Tim Pütz.

von Bodo Ganswindt | Oberhessische Presse

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