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27.06.2013

Tim Pütz putzt Top-Spieler

Tim Pütz hat den Ball im Blick. Er schaltete den bei den Marburg Open an Nummer eins gesetzten Spanier Ramirez Hidalgo überraschend aus.
Foto: Thorsten Richter

Nach etwa drei Stunden war die Schlacht geschlagen und die Marburg Open hatten ihre erste faustdicke Überraschung. Der Turnierfavorit kann einpacken.

Auf solch ein Spiel hatten die treuen Zuschauer, von denen gestern etwa 400 auf der Anlage des TV Marburg erschienen waren, gewartet: Zwei Profis, die sich durchaus ebenbürtig sind, obwohl sie etwa 160 Plätze in der Weltrangliste voneinander entfernt sind, bekämpfen sich nach allen Regeln der Tenniskunst. Dies war gestern Nachmittag auf dem Ahrens Court der Fall, als sich der Deutsche Tim Pütz und der Spanier Ruben Ramirez Hidalgo gegenüberstanden. Der 25-jährige Pütz lieferte dem Favoriten einen verbissenen Kampf und hatte schließlich nach 6:7, 7:6 und 6:4 das bessere Ende für sich. Er trifft nun am Freitag auf den an Nummer acht gesetzten Kasachen Andrey Golubev, der Nils Langer mit 4:6, 6:1 und 6:4 das Nachsehen gegeben hat.

Der Argentinier Maximo Gonzales benötigte für seinen Sieg nur zwei Sätze, um den Italiener Gianluca Naso mit 7:6 und 6:4 auf Distanz zu halten.
Foto: Michael Hoffsteter

Dagegen verblasste das Spiel des Tages ab 18:00 Uhr zwischen dem Deutschen Andreas Beck und dem an Nummer drei gesetzten Paul Capdeville aus Chile, der einige Mühe hatte, um sich mit 4:6, 6:2, 6:4 durchzusetzen.

Der Argentinier Maximo Gonzales benötigte für seinen Sieg nur zwei Sätze, um den Italiener Gianluca Naso mit 7:6 und 6:4 auf Distanz zu halten.

Für den meisten Gesprächsstoff unter den Zuschauern sorgten allerdings Ramirez Hidalgo und Pütz. Im ersten Satz gelang dem für Eintracht Frankfurt spielenden Deutschen ein Break im siebten Spiel zum 4:3, um sich dann auf 5:3 abzu­setzen. Doch Ramirez Hidalgo fand unter Druck wieder zu seinem Spiel und drehte den Rückstand in eine 6:5-Führung, die Pütz nervenstark egalisierte, sodass der Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Die ließ lange auf sich warten. Denn erst beim Stande von 10:9 machte der Spanier den Sack zu.

von Bodo Ganswindt | Oberhessische Presse

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