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17.06.2014

Thomaz Bellucci - Viel mehr geht nicht!

Mit dem Brasilianer Thomaz Bellucci kommt nicht irgendeine Nummer 98 der Welt nach Marburg. Der 26-jährige Linkshänder gewann drei Titel auf der ATP Worldtour, zweimal in Gstaad und einmal Santiago, stand von 2010 bis 2013 immer in den Top 40. Seine beste Platzierung war die 21 und die aktuelle Form scheint ihn wieder in diese Höhe treiben zu können. Eine Bauchmuskelverletzung  zwang ihn vergangene Saison zu einer langen Pause, gerade als die Sandplatzsaison voll im Gange war. Sand ist sein Element, die drei Titel holte er auf diesem Untergrund, zog unter anderem schon in das Achtelfinale der French Open ein. 3,122,248 Dollar weist sein Preisgeldkonto inzwischen auf und im „Race to London“, welches nur die Punkte zählt ab der ATP WM im November eines Jahres und somit etwas aufschlussreicher über die Form eines Spielers ist als das weithin bekannte und im ganzjährigen Format geführte ATP Ranking, belegt er schon wieder Platz 73. Bei den letzten vier Turnieren, die er gespielt hat, gewann er unter anderem gegen Ivan Dodig (36), Federico Delbonis (44), Halle Finalist Alejandro Falla (71) und Benjamin Becker (69). Die Zahlen in Klammern geben das Ranking zum Zeitpunkt der Begegnung wieder.
Etwas Glück braucht man eben auch, um so einen Spieler für sich gewinnen zu können. Das hatte der ausrichtende TV Marburg, denn Thomaz Bellucci war in der Qualifikation von Wimbledon an eins gesetzt. Eine Absage mehr und er wäre in das Hauptfeld gekommen, was ihm sichere 30.000 Euro gebracht hätte. So wird er fünfmal die Oberhand behalten müssen, um 5.035 Euro von der ATP nach dem Turnier überwiesen zu bekommen und 80 Punkte zu erhalten, die ihn rund 20 Plätze noch oben hieven sollten.
Wir freuen uns riesig, Thomaz Bellucci präsentieren zu können und wünschen ihm eine grandiose Woche bei bester Gesundheit im TV 1965 Marburg. Wer absolutes Weltklasse Tennis sehen mag, der ist bei den Marburg Open dieses Jahr genau richtig, denn Bellucci ist zwar Favorit, aber seine Kontrahenten wie Diego-Sebastian Schwartzmann, Peter Gojowczyk oder Gastao Elias sind ebenfalls in bestechender Form. Doch vielleicht kommt es ganz anders, denn mit Alexander Zverev und dem Serben Nikola Milojevic sind auch zwei Spitzenreiter der Junioren Weltrangliste aus 2013 in Marburg und sicher nicht gewillt nur als Laufkundschaft wahrgenommen zu werden.

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