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15.06.2015

Die Young Guns planen die Revolution

Titelverteidiger Horacio Zeballlos bekommt mächtig Konkurrenz von den wilden jungenAb dem 27. Juni werden sich die Zuschauer bei dem mit 42.500 Euro dotierten ATP Challenger Marburg Open verwundert die Augen reiben. Die Revolution der sogenannten Young Guns hat begonnen. Elias Ymer (SWE), Andrej Rublev, Aslan Karatsev , Karen Khachanov (alle RUS), Jan Choinski und Daniel Masur (beide GER) sind alle noch keine 20 Jahre oder wie Jason Kubler (AUS) und Laslo Djere (SRB), gerade erst geworden. Sie alle haben vor, den arrivierten Spielern kräftig einzuheizen. Rublev ist das zur Zeit wohl heißeste Eisen auf der ganzen ATP Tour. Der 17 jährige Russe schlug diese Saison schon Fernando Verdasco auf Sand in Barcelona und knöpfte in Genf vor drei Wochen Maren Cilic, dem US Open Sieger aus 2014 und zu diesem Zeitpunkt Nummer 10 der Weltrangliste, locker einen Satz ab. Seine rotzfreche, teils überheblich wirkende Art regte Fabio Fognini maßlos auf, der nun selbst nicht gerade als der Traum für Mütter herhält, die sich einen wohlerzogenen Schwiegersohn wünschen. Elias Ymer gibt den Schweden wieder Hoffnung auf bessere Tage. Er überstand beide Qualifikationen der Grand Slam Turniere in Melbourne und Paris. In Barcelona hielt er Shooting Star Nick Kyrgios mit 7:6 im entscheidenden Satz in Schach. Die Erfolge brachten ihm dieses Jahr immerhin schon ein sechsstelliges Preisgeld und lassen auf eine große sportliche Zukunft hoffen. Im Welttennis stehen die Serben nicht erst seit Novak Djokovic hoch im Kurs. Nun drängt ein weiteres Mega-Talent nach oben. Laslo Djere hat beim hoch dotierten Challenger Turnier im Tschechischen Prostejov vor wenigen Tagen gleich drei Top 100 Spieler locker aus dem Weg geräumt.

 

Lenz kommt als amtierender Hesenmeister

Doch auch der aus Grünberg stammende Julian Lenz könnte für die eine oder andere Überraschung sorgen. Mit 22 Jahren mag er sich bei den oben genannten Spielern fast wie ein Oldie vorkommen. Seine Leistungen bei den Hessischen Meisterschaften als er sich ganz locker zum Titel spielte, geben Anlass zur Hoffnung, dass auch ein Akteur aus Mittelhessen den arrivierten Profis Paroli bietet. Mit Horacio Zeballos und Andrey Golubev haben die Sieger der beiden vergangenen Jahre gemeldet. Zeballos hätte auch im Hauptfeld der Doppel Konkurrenz in Wimbledon antreten können, zog aber die Marburger Asche dem Londoner Rasen vor. Erstmals wird auch der Franzose Paul-Henri Matthieu in Marburg sein Können unter Beweis stellen, der immerhin schon als Nummer 12 Der Weltrangliste ausgewiesen wurde.

 

Emotionale, enge Matches werden erwartet

Tim Pütz, Andreas Beck und Tobias Kamke vertreten die Deutschen Farben auf der sogenannten Acceptance List. Die besten 22 dieser Liste sind direkt für das Hauptfeld qualifiziert. Das Feld ist so bunt wie nie und von dem Leistungsvermögen sehr dicht beieinander. Das verspricht enge, emotional geführte Duelle. Der 1. Vorsitzende und Turniermanager, Heiko Hampl, hat sich mit Turnierdirektor Peter Zimmermann schnell auf ein gemeinsames Statement einigen können. „Wer sich die diesjährigen Marburg Open entgehen lässt, ist selbst schuld. Das Feld ist voll mit spannenden Charakteren. Ästheten wie Horacio Zeballos und Andrey Golubev, Fighter wie Inigo Cervantes und Vincent Millot, unberechenbare Spieler wie Tim Pütz und Jason Kubler sowie drei junge Russen, die zu allem fähig sind. Wir freuen uns sehr auf die Spieler genauso wie auf die Zuschauer und Gäste. Schon am Samstag 27. Juni, wenn die Qualifikation startet, kann man ein Niveau sehen, das einen mitreißen wird.“ An diesem Tag ist der Eintritt frei. Ein paar der oben genannten Teilnehmer werden vielleicht noch den Sprung nach Wimbledon schaffen, aber wer will schon garantieren, dass die Nachrücker nicht in der Lage sind, das Turnier zu gewinnen?

 

Auf www.marburg-open.de kann man Karten kaufen und auch das Programm einsehen. Die diesjährigen Hauptpreise bei der Tombola werden 2 Business Seats für die ATP WM in London sein und eine Fahrt an den Gardasee zur Saisonvorbereitung. Am Freitag den 03. Juli, wird erstmalig die Miss Marburg Open gewählt. Die Siegerin erhält ein Styling von Kopf bis Fuß in Höhe von 500,-- Euro.

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