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19.06.2015

„Erst Thekenmitglied, dann Sportwart und Turnierdirektor“

Peter, wann bist Du in den TV eingetreten und was sind Deine ersten Erinnerungen an den Verein?

 

Nach mehrjähriger Freitagsabend Thekenmitgliedschaft im TV kam eines Abends die Idee auf, wir könnten es ja auch mal mit Tennis versuchen. Bis dahin war mein einziger Kontakt mit Tennis als Jugendlicher in Bad Tölz, wo wir uns als Balljungen Extrataschengeld verdienen konnten. An jenem Abend im Jahr 1978 haben meine Frau und ich den Mitgliedsantrag unterschrieben. Meine ersten sportlichen Erinnerungen an den TV sind nicht gerade positiv. Wir mussten damals fast zwei Jahre auf die Aufnahme warten, da es eine lange Warteliste gab. Nachdem wir unsere Tochter Sabine angemeldet hatten, durften wir dann auch die seinerzeit noch obligatorische Aufnahmegebühr entrichten und vom Saisonmitglied zum Vollmitglied aufsteigen. Der erste Versuch, an einem Sonntagvormittag mit dem second-hand erworbenen Dunlop Maxply Schläger, den ich übrigens heute noch besitze, Tennis zu spielen scheiterte kläglich daran, dass man sich bei den arrivierten Mitgliedern auf dem Platz anmelden musste. Die dort Spielenden - Namen nenne ich lieber nicht, da einige heute noch im Verein sind – hatten komischerweise alle schon eine Anmeldung. Nachdem wir alle Plätze auf dieses Weise abgeklappert hatten, mussten wir feststellen, dass nach Ende ihrer Spielzeit die Spielenden einfach nur untereinander tauschten. Da ich zu dieser Zeit beruflich in Kaiserslautern war und nur am Wochenende Zeit hatte, kam schon mal der Gedanke auf, die Mitgliedschaft gleich wieder zu beenden, aber da waren ja noch die legendären Freitagabende, die wir als „Thekenmitglieder“ im Vereinsheim dann doch nicht missen wollten. Glücklicherweise wurde wenig später auch ein neues Platzbelegungssystem eingeführt, das dann auch den „Neuen“ eine Chance gab, ab und zu mal auf einen Platz zu kommen.

 

Warum hast Du Dich eigentlich ehrenamtlich so stark engagiert und dann noch obendrein das Turnier aufgebaut?

Fast jede Sportart, die ich bisher betrieben habe, führte irgendwann unweigerlich zum Ehrenamt. Natürlich steckt dahinter auch meine Einstellung, dass man das, was einem Vereinsleben, zumindest war es in der damaligen Zeit so, an sozialen Kontakten und Freundschaften gibt, eines Tages, wenn „Not am Mann“ ist auch zurückgeben muss. Darüber hinaus liegt es vermutlich auch ein wenig an meinem Sprachfehler: Ich kann nur schwer NEIN sagen.Es gab 1997 einen Engpass bei den Vorstandsmitgliedern, der dazu führte, dass am Heiligabend mein Schwager Peter Köster vor der Tür stand, um mich als Vorstandskollegen anzuwerben. Nach einigen Gläsern Wein und Hochprozentigem war mein Sprachfehler noch ausgeprägter, er hatte meine Zusage, der Tannenbaum war nicht geschmückt, ich hatte Ärger mit meiner Frau und bei der nächsten Mitgliederversammlung löste ich dann meinen anderen Schwager, Günter Wildhack, als Sportwart ab. Der Rest hat sich dann schnell entwickelt – eines Abends bekam ich einen Anruf von Conny Stompfe vom Marburger TC, die mir mitteilte, dass sie ab sofort das große Jugend- und Nachwuchsturnier nicht mehr durchführen wolle.Am nächsten Tag gab es ein kurzes Gespräch mit den Vorstandskollegen, danach einige Anrufe bei DTB und HTV und schon war der Antrag für ein Deutsches Ranglistenturnier gestellt. Im Jahr darauf startete der Marburg City Cup mit großem Erfolg und löste die damals unter Teilnehmerschwund leidenden Stadtmeisterschaften ab.

 

Das ganze Interview lest ihr im Turniermagazin

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